Im Internet finden sich zahllose Tools, mit denen sich ein Kredit berechnen lässt. Oft sind die Websites, auf denen die Rechner zu finden sind, an Kredit-Vergleiche angebunden. Dann wird für ein bestimmtes Vorhaben – z.B. einen Kredit ohne bestimmten Verwendungszweck über 10.000 Euro mit 36 Monaten Laufzeit – eine Liste mit möglichen Anbietern angezeigt, bei denen ein solches Darlehen erhältlich ist. Die Angebote sind dabei nach Zinssatz sortiert.
Solche Vergleichstools sind grundsätzlich sehr praktisch: Mit wenigen Klick lässt sich eine günstige Bank finden. Der Haken: Die Vergleichsrechner berücksichtigen bei ihrer Ergebnisausgabe oft nicht, dass die Zinsen vieler Kredite nicht für alle Kunden gleich sind. Ganz im Gegenteil: Die Mehrzahl der Banken bemisst die Konditionen in Abhängigkeit von der individuellen Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers. Diese kann jedoch nicht mit einer anonymen und nicht personenbezogenen Abfrage eingeschätzt werden. Vielmehr ist regelmäßig eine Konditionenanfrage bei der Bank erforderlich.
Ein weiterer Nachteil vieler Kreditrechnet betrifft vor allem die Rechentools auf Homepages von Banken, die direkt mit einem Online-Kreditantrag verknüpft sind. Oft können Interessenten hier keinen individuellen Kreditbetrag eingeben, sondern nur aus einer Liste mit 1.000-Euro-Schritten wählen. Gerade bei kleineren Vorhaben besteht so die Gefahr, dass ein zu großes Darlehen aufgenommen wird – was ganz sicherlich im Interesse der Banken liegt.
Eine weitere Gefahr auf den Bank-Homepages – und auch vielen Seiten mit Vergleichsrechnern – sind die automatisch in der Kreditanfrage inkludierten Restschuldversicherungen. Meist muss ein Haken im Antragsformular deaktiviert werden, damit nicht automatisch eine Restschuldversicherung abgeschlossen bzw. nur nach Angeboten mit einer Police gesucht wird.